Beim Harz und Heide Flohmarkt selbst verkaufen
Standgebühren, Meterberechnung, Reservierung – und die Anfahrt, die den meisten den Tag verdirbt.
- Samstag
- 10,00 € / MeterNeuware erlaubt
- Sonntag
- 12,00 € / Meterkeine Neuware
- Einlass
- ab 06:00 Uhroft schon frĂĽher
- Toiletten
- 0,50 €feste Anlagen
- Verpflegung
- Imbissständewarm & Backwaren
- Anfahrt
- Lange SchlangePuffer einplanen
Die drei Dinge, die den Tag entscheiden Erstens: Meter werden nach belegtem Platz berechnet, nicht nach Tischgröße – ein Pkw zählt immer mindestens zwei Meter. Zweitens: Sonntags gilt eine Mindeststandgröße von drei Metern und ein Neuwarenverbot. Drittens: Fahren Sie über die Eisenbütteler Straße an – dort ist die Wartezeit am kürzesten.
Die StandgebĂĽhren im Ăśberblick
| Samstag | Sonn- & Feiertag | |
|---|---|---|
| Preis pro laufendem Meter | 10,00 € | 12,00 € |
| Pauschale | – | 3 Meter für 35,00 € |
| Mindeststandgröße | keine | 3 Meter |
| Neuware | erlaubt | nicht erlaubt |
| Gewerbliche Stände | mind. +50 % | mind. +50 % |
Sonntags keine Neuware
Aufgrund einer Auflage der Stadt Braunschweig dürfen an Sonn- und Feiertagen keine Neuwaren angeboten oder verkauft werden. Gewerbliche Händler mit Gebrauchtwaren sind ausdrücklich zugelassen. Wer hauptsächlich Neuware anbietet, sollte also den Samstag wählen.
Wie die Meter berechnet werden
Das ist der Punkt, an dem sich die meisten verkalkulieren – denn maßgeblich ist nicht die Größe Ihres Tisches, sondern der Platz, den Sie tatsächlich belegen:
- Stand mit Pkw: mindestens 2 Meter, unabhängig davon, wie klein Ihr Stand ist
- Pkw mit daneben abgestelltem Anhänger: mindestens 4 Meter
- Quer zum Stand abgestelltes Fahrzeug: die Fahrzeuglänge ist die Berechnungsgrundlage
Beispiel: Vier Meter Stand mit Pkw, Samstag
- 4 laufende Meter × 10,00 €
- 40,00 €
- Reservierung (optional, ab 3 m möglich)
- 2,50 €
- Gesamt
- 42,50 €
Ohne Reservierung entfällt die Gebühr von 2,50 €. Alle Angaben ohne Gewähr – verbindlich sind die Konditionen des Veranstalters.
Reservierung: Fristen und Ablauf
Eine Platzreservierung ist möglich, aber an klare Bedingungen geknüpft:
- Samstag: Reservierung ab 3 Metern
- Sonn- und Feiertag: Reservierung ab 6 Metern
- Frist: Anmeldungen werden nur bis 8 Tage vor dem Veranstaltungswochenende angenommen – also bis zum Freitag der Vorwoche
- Zahlung: Standgeld plus 2,50 € Reservierungsgebühr müssen vor der Veranstaltung überwiesen sein, sonst wird die Reservierung nicht ausgeführt
- Bestätigung: Details und Bestätigung kommen per E-Mail
So erreichen Sie den Veranstalter
Reservierungen laufen ausschließlich direkt über die AHP Veranstaltungsservice GbR – wir können keine Plätze vergeben.
E-Mail: pinguin.maerkte@web.de
Telefon: 0531 322444
BĂĽrozeiten: freitags und samstags, 9 bis 12 Uhr
Denken Sie an die Frist: Ihre Anfrage muss spätestens am Freitag der Vorwoche vorliegen, und das Geld muss vor der Veranstaltung überwiesen sein.
Anreise: der unterschätzte Teil des Tages
Wer zum ersten Mal einen Stand macht, plant meist alles rund um die Ware – und unterschätzt die Anfahrt. Das ist der Fehler, der den Tag verdirbt.
Rechnen Sie mit einer langen Schlange
Vor jedem Markttag bildet sich eine kilometerlange Schlange von Verkäufern, die aufs Gelände wollen. Das ist kein Ausnahmefall, sondern der Normalzustand. Wer zur offiziellen Öffnungszeit losfährt, steht entsprechend lange.
Verschärft wird das durch die Kreuzung vor dem Gelände: Sie ist an Markttagen regelmäßig blockiert. Wer von der falschen Seite kommt, steht unter Umständen direkt davor und kann nicht abbiegen, weil er sonst mitten auf der Kreuzung stehen bliebe – während sich alles weiter staut.
Von welcher Seite anfahren?
Alles hängt an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße / Eisenbütteler Straße / Fabrikstraße. Drei Richtungen führen dorthin – und sie sind alles andere als gleichwertig:
EisenbĂĽtteler StraĂźe
Die klare Empfehlung. Hier sind die Wartezeiten für Verkäufer am geringsten – die Schlange löst sich gleichmäßiger auf als an den anderen Zufahrten, weil der Querverkehr die Einfahrt nicht blockiert.
Empfohlene AnfahrtTheodor-Heuss-StraĂźe
Funktioniert, kostet aber Zeit: Zum Abbiegen müssen Sie über die Kreuzung und blockieren sie dabei mit. Sie kommen durch, verschärfen aber den Rückstau – und stehen bei hohem Andrang schnell selbst mittendrin.
Fabrikstraße – möglichst meiden
Hier geht praktisch nichts voran. Aus der FabrikstraĂźe kommt man kaum ĂĽber die Kreuzung, weil der Querverkehr sie dauerhaft belegt. Diese Richtung kostet die meisten Nerven.
Sonntags reicht die Schlange weit zurück Auch über die Eisenbütteler Straße stehen Sie an einem gut besuchten Sonntag lange – der Markt ist dann rund dreimal so groß wie samstags. Die Zufahrt bleibt die beste von dreien, ersetzt aber keinen Zeitpuffer. Wer entspannt ankommen und in Ruhe aufbauen will, ist deutlich vor der Öffnung dort.
Wann losfahren?
Offiziell wird das Gelände um 06:00 Uhr geöffnet. In der Praxis lässt sich regelmäßig beobachten, dass Verkäufer bereits deutlich früher auf den Platz gelassen werden – wer um sechs Uhr eintrifft, findet oft schon viele aufgebaute Stände vor.
Für Ihre Planung heißt das zweierlei: Erstens sollten Sie sich nicht auf die offizielle Uhrzeit verlassen und deutlich früher anreisen, wenn Sie einen guten Platz möchten. Zweitens sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass früher eingelassen wird – eine Garantie gibt es nicht, und im Zweifel warten Sie vor dem Tor. Verbindlich ist allein die Angabe des Veranstalters.
Aufbau und Ablauf am Markttag
Der Markt läuft bis 15:00 Uhr. Zwischen Aufbau und den ersten Besuchern liegt wenig Zeit, denn ernsthafte Sammler stehen früh an den Ständen und suchen gezielt nach den besten Stücken.
Praktisch heißt das: Bauen Sie das Wichtigste zuerst auf und sortieren Sie später nach. Die erste Stunde ist erfahrungsgemäß die umsatzstärkste des Tages.
Untergrund: worauf Sie stehen
Das Gelände ist gemischt – etwa je ein Drittel Asphalt, Schotter und Wiese. Das ist für die Standplanung relevant: Auf Wiese und Schotter brauchen Sie Erdnägel oder Gewichte für den Pavillon, auf Asphalt dagegen zwingend Gewichte, weil sich dort nichts verankern lässt. Klapptische stehen auf unebenem Grund oft wackelig – ein Keil oder ein Stück Holz unter dem Bein erspart Ärger.
Versorgung während des Markttags
Neun Stunden auf dem Platz sind lang. Zwei Dinge, die diesen Markt angenehmer machen als viele andere:
- Feste Toilettenanlagen – keine Dixi-Kabinen, Nutzung 0,50 €. Bei einem ganzen Verkaufstag ein spürbarer Unterschied – Kleingeld nicht vergessen.
- Mehrere Imbissstände mit warmen Gerichten, Currywurst, indischer Küche, Backwaren, Brezeln sowie Heiß- und Kaltgetränken. Sie müssen also nicht die komplette Tagesverpflegung mitbringen.
Trotzdem sinnvoll: eine eigene Wasserflasche und etwas zu essen für die frühen Stunden, denn wenn Sie vor Sonnenaufgang aufbauen, hat noch nicht jeder Stand geöffnet. Und denken Sie an jemanden, der kurz auf den Stand aufpassen kann, während Sie sich etwas holen.
Checkliste fĂĽr den Verkaufstag
Was sich über die Jahre als sinnvoll herausgestellt hat – gerade wenn Sie zum ersten Mal einen Stand machen:
- Klapptisch oder Tapeziertisch – Ware vom Boden weg verkauft sich deutlich besser
- Wechselgeld in kleinen Scheinen und Münzen, mindestens 50 €. Der häufigste Anfängerfehler
- Geldgurt oder Kellnerbörse – niemals eine Kasse offen auf dem Tisch stehen lassen
- Pavillon mit Gewichten – gegen Sonne wie Regen, und auf offenem Gelände ist Wind ein ernsthaftes Thema
- Kleiderstange, wenn Sie Textilien anbieten
- Tragetaschen für Ihre Kunden – erhöht die Kaufbereitschaft spürbar
- Preisschilder fĂĽr alles ĂĽber zehn Euro, den Rest ĂĽber Zuruf
- Verpflegung und Sitzgelegenheit – neun Stunden sind lang
- Decke oder Plane zum Abdecken bei kurzen Schauern
Preise realistisch ansetzen
Auf dem Flohmarkt wird gehandelt, das gehört dazu. Kalkulieren Sie einen Verhandlungsspielraum von rund 20 Prozent ein und seien Sie in der letzten Stunde großzügig – alles, was Sie verkaufen, müssen Sie nicht wieder einpacken und nach Hause fahren.
Anmeldung beim Veranstalter
Wichtig: Wir sind nicht der Veranstalter und können weder Stände vermitteln noch Reservierungen entgegennehmen. Die Anmeldung läuft ausschließlich direkt über die AHP Veranstaltungsservice GbR:
E-Mail: pinguin.maerkte@web.de
Telefon: 0531 322444
BĂĽrozeiten: freitags und samstags, 9 bis 12 Uhr
Website: pinguin-maerkte.de
Die hier genannten Konditionen geben den uns bekannten Stand vom 30.07.2026 wieder. Verbindlich sind ausschlieĂźlich die Angaben des Veranstalters.
Häufige Fragen von Verkäufern
Was kostet ein Stand beim Harz und Heide Flohmarkt?
Samstags 10,00 € pro laufendem Meter, sonn- und feiertags 12,00 € pro laufendem Meter oder 35,00 € für drei Meter. Gewerbliche Stände zahlen einen Aufschlag von mindestens 50 %.
Muss ich mich vorher anmelden?
Für einen normalen Stand ist keine Anmeldung zwingend erforderlich. Eine Reservierung ist möglich – samstags ab drei Metern, sonn- und feiertags ab sechs Metern – und muss spätestens acht Tage vorher, also am Freitag der Vorwoche, beim Veranstalter eingehen.
Darf ich Neuware verkaufen?
Samstags ja, sonntags nicht. An Sonn- und Feiertagen dürfen aufgrund einer Auflage der Stadt Braunschweig keine Neuwaren angeboten oder verkauft werden. Gewerbliche Händler mit Gebrauchtwaren sind zugelassen.
Ab wann darf ich aufbauen?
Offiziell wird das Gelände um 06:00 Uhr geöffnet. In der Praxis lässt sich beobachten, dass Verkäufer häufig schon früher auf den Platz gelassen werden – wer um sechs Uhr eintrifft, findet oft bereits aufgebaute Stände vor. Verlassen sollten Sie sich darauf allerdings nicht: Verbindlich ist die Angabe des Veranstalters.
Wie lange dauert die Anfahrt aufs Gelände?
Deutlich länger, als die reine Fahrzeit vermuten lässt. Vor jedem Markttag steht eine kilometerlange Schlange von Verkäufern an, und die Kreuzung vor dem Gelände ist regelmäßig blockiert. Planen Sie großzügig Puffer ein und fahren Sie deutlich vor der offiziellen Öffnungszeit los.
Gibt es Toiletten und Verpflegung fĂĽr Standbetreiber?
Ja. Auf dem Gelände gibt es feste Toilettenanlagen – keine Dixi-Kabinen, Nutzung 0,50 € – sowie mehrere Imbissstände mit warmen Gerichten, Backwaren und Getränken. Bei einem Verkaufstag von 06:00 bis 15:00 Uhr ist das ein relevanter Komfortfaktor.